Beim Frühjahrsputz haben wir altes Zeug entfernt und einmal gründlich durchgewischt.

So oder so ähnlich kann man die letzten Tage im Serverraum beschreiben. Angesichts unseres neuen Servers wurde es mal wieder Zeit, die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Inklusvie einiger Experimente – die leider nicht so liefen wie gedacht…


Ein neuer Hypervisor, oder doch nicht?

Schon seit Jahren verwenden wir VMware ESXi als unseren Hypervisor für alle virtuelle Maschinen, da die Features für uns vollkommen ausreichen und wir selten mit Ausfällen zu kämpfen hatten. Jedoch gibt es noch einen anderen Hypervisor: Proxmox – der komplett OpenSource ist – auf KVM Virtualisierung setzt und noch weitere Features wie Snapshots, Clustering oder auch Containering unterstützt. Nach einer intensiven Testphase entschieden wir uns dann aber doch gegen Proxmox. Etliche VMs liesen sich nach einem Neustart nicht mehr starten, das Clustering brachte mehr Probleme als Lösungen und auch das Einsetzen von Containern brachte nicht den gewünschten Mehrwert. Also ging es zurück zum Gewohnten nämlich VMWare ESXi.


Windows Ade – Hallo neue Versionen!

Durch die vielen verschiedenen Server hatten wir keinen konstanten Versionsstand. Bei der letzten Generalüberholung Mitte 2016 war es also nötig einige Server mit ESXi 4, andere wiederum mit ESXi 5 und wieder andere mit ESXi 5.5 zu versorgen. Gerade bei ESXi 4 gab es dann immer wieder Probleme Virtuelle Maschinen zu verschieben oder das damals aktuelle Debian 7 zu installieren. Da wir nun ziemlich gleiche Server haben (drei mal HP DL380 Gen5 sowieso ein HP Cloudline CL2200 G3) können wir fast einheitliche ESXi Versionen nutzen. So hat unser neuster Serverzugang ESXi 6.7 installiert und alle DL380 Gen5 ESXi 6.5. Was mit dem letzten Dell Server passiert wissen wir noch nicht. Dieser musser erst noch mal neuinstalliert werden. 😂

Daher nutzten wir auch die Gunst der Stunde und haben alle VMs neugebaut, da ein Upgrade von Debian 7 auf Debian 10 nicht empfohlen wird. Zu groß sind dabei die Unterschiede (alleine wegen initV und systemd) und alte Fehler die auf damalige Unwissenheit der Admins zurückzuführen sind. Auch konnten wir den letzten Windows Server komplett entfernen, da WINS heute eh als depricated gilt und DNS-Dienste auch geschmeidig unter Bind9 laufen.


Für die LAN: Weitere Spiele und bessere Performance bei CS:GO

Auf der letzten LAN hatten die ORGAs Half-Life 2: Deathmatch für sich entdeckt. Daher haben wir entschlossen dieses Spiel permanent als Dedicated Server auf der LAN anzubieten. Aber das bleibt nicht beim einzigen Neuzugang:

  • Half-Life 2: Deatchmatch
  • Trackmania Nations Forever
  • Counter-Strike: GO im Wingman Modus (ob es dabei nur einen oder zwei Server geben wird, steht noch nicht zu 100% fest)

Zusätzlich wird jeder CS:GO Server nun mit einer Tickrate von 128 arbeiten und nicht wie früher 64.

Durch diesen Frühjahrsputz haben wir es geschafft, dass jede VM auf einem aktuellen Debian 10 arbeitet, jeder Service ein entsprechendes systemd Skript erhalten hat und alles entsprechend mit CheckMK überwacht wird. Auch die neue Hardware sollte also der LAN im Oktober nicht mehr im Wege stehen. Gerade die automatische Überprüfung auf Spieleupdates (was ja CS:GO gerne mal macht) sollten uns so einige Stunden Wartungsarbeit vor der LAN ersparen … Hoffen wir mal, dass alles auch so klappt!


Euer W2TJ-Team

Photo by Daniel von Appen on Unsplash

Kategorien: News

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Mehr Speed? Ach komm, 128 kbit/s reichen aus!

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